Weller Uli V3 "Rebell"

Weller Uli V3

 

 

Parallel zur Musterprüfung des Uli V2 haben wir auch gleich die Belastungstests für eine neue, rund einen Meter kürzere und außerdem verstrebte Fläche durchgeführt. Anders als beim Uli NG kommt eine kürzere Tragflächen-Spannweite wie beim Uli V2 zum Einsatz. Im Gegensatz zum Schulterdecker ist ein Parasol ein echter Hochdecker, bei dem die Fläche nicht direkt, sondern nur über tragende Streben mit dem Rumpf verbunden ist – wie die obere Fläche eines klassischen Doppeldeckers.
Die Baumusterprüfung: DAeC KB62003.

 

Die Bilder enstanden von unserem Werksflieger.

 

Uli V3
V3 abgerüstet
Der Uli V3 Rebell sieht ähnlich aus wie unser Rebell aus früheren Jahren. Technisch jedoch stützen wir uns nun auf neu konzipierte Elemente und Baugruppen, wie wir sie für den Uli NG ursprünglich entwickelt hatten. Dadurch wurde es möglich, den 170 kg schweren Rebell der 80er Jahre in ein 120 kg Gerät entsprechend LTF- L zu verwandeln.

 

Tragflügel inkl. Querruder:
Grundriss: Rechteck
Spannweite:   8,60 m
Flügeltiefe:     1,33 m
Flügelfläche: 11,44 m²
Profil:          FX 63-137

Rumpfmaße:

Rumpflänge:                     5,08 m
Postion Rumspitze:           -0,85 m

Position Hauptfahrwerk:     0,00 m

Position HLW-Vorderkante: 3,11 m

Schwerpunktlage max.:  422 - 532 mm

Höhenleitwerk:

Spannweite: 2,20 m

Tiefe:           0,70 m

Fläche:         1,54 m²

Seitenleitwerk (Trapez):

Höhe:              1,20 m

Fläche:            0,64 m²

Ausschlag: +/- 300 mm

 

Die Flächen wurden von 9,68 m Spannweite auf 8,60 m verkürzt. Aber auch noch mit einer Flügelfläche von 11,44 qm erreicht der Rebell ohne Klappen die geforderte Überziehgeschwindigkeit von 55 km/h. Außerdem ersetzen nun V-Streben mit deutlich geringerem Widerstand den Turm und die Spannseile des Uli V3 Rebell. Zusammen mit dem verkleideten, halboffenen Rumpf für eine bessere Aerodynamik, sorgt das für eine angehobene Manövergeschwindigkeit bis 110 km/h, für besseres Steigen und eine von 107 auf 125 km/h erhöhte VNE.

 

Briggs & Stratton in Verbindung mit Luftschraube Weller 175/90 RZ
Triebwerk

Das Triebwerk besteht aus einem Briggs & Stratton Vanguard 2-Zylinder 4-Takt V-Motor. Aus dem sparsamen Motor ergibt sich eine Leistung von 22,1 kW bei 627 ccm.

 

Unsere eigene Entwicklung für den V3 ist die Luftschraube mit 2 Blättern, aus Holz gefertigt, bei einem Durchmesser von 1,75 m und einer Steigung von 0,90 m.

Der Tank fasst 22,5 Liter Superbenzin (95 ROZ) oder E10.
Der Kraftstoffverbrauch ist von der individuellen Flugweise abhängig und kann von 4 Litern bis 6,5 Litern pro Std. variieren.

Dies ergibt eine Reichweite unter Standardbedingungen in MSL von ca. 310 km bei 70 km/h.

 

Das Instrumentenbrett aus hochfestem Kunstoff und passender Optik. Das Bild zeigt die Urversion zur Erprobung.

Die serienreife Version ist derzeit im Aufbau.

 

Die Ausrüstung besteht aus:

  • Tankinhalt Füllstand
  • Höhenmesser
  • Fahrtmesser (Gesamtdruck vom Staurohr Flügelstrebe rechts)
  • Drehzahlmesser und integriertem
  • Betriebsstundenzähler
  • Kompass
  • Zündungsschalter
  • Checkliste "Anlassen"

Die Markierungen im Fahrtmesser geben die Geschwindigkeitsbereiche wider:

VNE = 125 km/h

1,1 VS1 bis VA = 55 - 110 km/h

VA bis VNE = 110 - 125 km/h

 

 

Im unteren Bild ist die Flügelstrebe zu sehen, mit dem Gesamtdruck-Staurohr für die Geschwindigkeitsmessung. In der Öffnung der Motorverkleidung befindet sich der Handstartzug.

Das Anlassen des Motors erfolgt gemäß der Checkliste "Anlassen".

 

Rettungsgerät

Als Rettungsgerät wird das ES 78-250 von Charly Products eingesetzt. Die Auslösung erfolgt durch Ziehen des Hebels rechts am Cockpit.

Der Deckel des eingebauten Rettungssystems schützt den Schirm vor Witterungseinflüssen und fixiert den Hilfsschirm.

 

 

 

Durchgeführte Tests und Leistungen:
  • Übereinstimmung mit LTF-L (2012) 
  • Lärmessung / Lärmschutzprüfung
Belastungstests:
  • Tank (4-facher Abwurftest)
  • Tragflächen (Belastung)
  • Rumpf (Belastung und Abwurf)
  • Leitwerke (Belastung)
  • Motorträger (Belastung und Abwurf)
  • Bugstoß (Belastung)
  • Hand- und Fußsteuerung
  • Sitzbefestigung (Belastung und Abwurf)
  • Personengurtbefestigung (Belastung)
  • Start- und Landestreckenerprobung für feuchte Grasbahn bei Flugmasse = 250 kg, Höhe = MSL, 15°C Außentemperatur:

Rollstrecke: 149 m

Strecke über 15 m: 255 m

  • Ermittlung der Steigflugpolare:

Bestes Steigen:
2,4 m/s bei 67 km/h.

  • Ermittlung der Sinkflugpolare:
Geringste Sinkgeschwindigkeit:
2,36 m/s bei 69 km/h.
  • Beste Gleitzahl:
E = 8,33 bei 72 km/h
  • Ermittlung der Fluggrenzwerte und des Überziehverhaltens:
Flugerprobung